Strich / Code / Move Schwarmkunstprojekt ist eröffnet.

Montag, den 22. Juli bis Donnerstag 25.07. 11.00 Uhr bis 19 Uhr

Freitag, den 26. 07. 11:00 Uhr bis 21 Uhr

Samstag, den 27. Juli 11:00 Uhr bis 19:00 Uhr

auf dem Washingtonplatz (hinter dem Berliner Hauptbahnhof)

Die 5 „Lovemobile“ sind angekommen und die KünstlerInnen sind schon gemeinsam mit den Passanten aktiv und kreativ bei der Schwarmkunst. Die ersten Kunstwerke sind im Entstehen…

Gibt es einen Code für den Strich? Wie geht Kunst mit Sexarbeit um? Ist Sexarbeit eine Arbeit und gehört respektiert? Was bedeutet ein sog. Sexkaufverbot für die Sexarbeiter*innen? Und die Gesellschaft?

All diesen Fragen und noch viel mehr widmet sich das Schwarmkunstprojekt Strich / Code / Move.
Beim gemeinsamen Kunst-Machen (dem Verkleben von Etiketten) kommen Künstler*innen, Sexarbeiter*innen und Unterstützer*innen mit den Passanten ins Gespräch und tauschen sich über die verschiedenen Aspekte
und individuellen Sichtweisen aus, diskutieren und lernen sich kennen.

Wir wollen eine Brücke schlagen zwischen den einzelnen Ansprüchen. „Es wäre ein schönes Bild, wie bereits 2012 erlebt, dass ein Museumsdirektor neben einem Bordellbesitzer oder einer Sexarbeiter*in, neben einem Kirchenvorstand oder einer Mitarbeiterin der Gesundheitskassen arbeitet und diese sich wertschätzen. Noch schöner wäre es, wenn diese Wertschätzung anschließend in eine Streichung des ProstSchG einfließen würde.“ sagt die Schwarmkünstlerin Kerstin Schulz .

In den 5 Lovemobilen werden weitere Aspekte angesprochen: Performances lösen sich ab mit Workshops und Informationsveranstaltungen. Und: Sexarbeiter*innen stehen Rede und Antwort.

Die Sexarbeiterin Thalia zieht einen Vergleich: „Ich sehe durchaus eine Verbindung zwischen meiner Arbeit und der Arbeit von Künstlern. Für meine Kunden schlüpfe ich eine Rolle. Ich muss eine Künstlerin auf diesem Gebiet sein„.

Ein buntes Rahmenprogramm mit Events u. a. der Arbeitsgemeinschaft „Gesunder Kunde“, der Daspu-Modenschau, der Aktion „Heilige & Hure“ von Freudenfluss Network, der Fotoausstellung in der IMAGO Camera HURE 1 : 1 und der Vernissage und Party im Freudenhaus Hase runden das Schwarmkunstprojekt Strich / Code / Move ab und geben dem Dialog rund um Sexarbeit weitere Impulse.

Raus aus der Beschämungskultur und rein in ein sex-positives Leben!„, ist das Motto von Polly Fannlaf & Laura Méritt, die gemeinsam Freudenfluss Network unreflektierte Konzepte über Sexarbeit lustvoll beleuchten. Verschiedenste Sichtweisen ermöglichen einen polyvalenten Blick auf eine uralte Debatte zu der Laura Méritt seit Jahrzehnten Hurizonterweiterndes präsentiert. Sie sind mit der Politkunst-Aktion „Heilige & Hure“ dabei.

Doch natürlich wird auch das ProstSchG von allen Seiten beleuchtet:
Sexarbeiterin Nicci: „Die Bestimmungen des ProstSchG sind ein eindeutiger Rückschritt – zurück zu den Zeiten vor dem Prostitutionsgesetz (ProstG), dass uns zumindest unser Recht auf unseren Lohn einräumte. Das am 01. Juli 2017 in Kraft getretene ProstituiertenSchutzGesetz verdient noch nicht mal seinen Namen, denn es wird kein Schutz gewährt, sondern Sexarbeiter*innen unterliegen einer engmaschigen Kontrolle, Registrierung und Überwachung.

Bordellbetreiberin Elke: „Die Regelungen des ProstSchG sind derart bedrohlich, dass wir befürchten, dass schon lange bestehende Bordelle mit guten und beliebten Arbeitsbedingungen geschlossen werden, nur wegen dem Baurecht.

Sexarbeiter*innen, Feministinnen und Unterstützer*innen laden zur Kunst-Polit-Aktion Strich / Code / Move. Tauchen Sie ein in eine andere Welt. Werden Sie zur SchwarmkünstlerIn. Seien Sie neugierig auf die Arbeitswelt und die Lebenswirklichkeit von Sexarbeiter*innen. Reflektieren Sie die Bedeutung und den Wert von Intimität, Nähe und Distanz und Sexualität und bringen Sie sich mit ihren eigenen Erfahrungen und ihren Vorstellungen ein.

Seien Sie Teil des Schwarms Strich / Code / Move und schwärmen sie über den Washingtonplatz vom 22. – 27.Juli

Detaillierte Info finden sie hier: https://strich-code-move.art